Naturschutzgebiet Sablatnigmoor

Das in der Nähe des Klopeiner Sees gelegene Sablatnigmoor geht auf eine Verlandung eines großen nacheiszeitlichen Sees vor ca. 12.000 Jahren zurück. Dieser See füllte vor ca. 9000 Jahren eine rund viereinhalb Quadratkilometer große Senke einschließlich des heutigen Turnersees.

 Die ursprünglich freie Wasserfläche des Moores ist im Laufe der Jahre von den Ufern ausgehend immer mehr verlandet. Heute beschränkt sich der offene Bereich - der so genannte Tomar- oder Sablatnigteich - auf den nordöstlichen Teil des Moores.
Im Jahr 1979 wurde das ca. 100 ha große Gebiet des Sablatnigmoores von der Kärntner Landesregierung zum Naturschutzgebiet Sablatnigmoor erklärt. Später wurde es unter Aufwendung von öffentlichen Mitteln angekauft und befindet sich heute im Besitz der Marktgemeinde Eberndorf. Im Jahr 1992 erhielt das Naturschutzgebiet durch die Ausweisung zum Ramsar-Gebiet, gemäß der im Iran 1971 beschlossenen Konvention zum Schutz von bedeutenden Feuchtgebieten, internationale Anerkennung. Im selben Jahr wurde auch der Naturschutzverein Sablantigmoor gegründet, welcher sich u. a. mit Fragen der Erhaltung, Pflege und der touristischen Nutzung befasst.

Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren (weit über 2000 Arten) hat dem Gebiet 1988 auch den Titel eines biogenetischen Reservates gebracht. Weiters ist es ein Natura-2000-Gebiet und steht dem des Natura-2000-Gebietes "Turnersee" räumlich sehr nahe. 2008 wurde das Gebiet des Sablatnigmoores zum Europaschutzgebiet erklärt.

104 ha - mehr als 170 verschiedene Vogelarten - 1.700 Tierarten - 300 Pflanzenarten

Naturwissenschaftliche Führungen: Ab Hof-Parkplatz Buschenschank Kordesch
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1. Mai - 30. September
Dienstag: 7.00-9.00 Uhr
Mittwoch-Freitag: 8.00-10.00 Uhr
Freitag: 18.00-20.00 Uhr
Samstag: 9.00-1.00 Uhr
Das Moor kann jederzeit besucht werden. Das Museum in der Tomarkeusche (mit 170 Tierpräparaten) ist nicht immer geöffnet.

 

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